Veranstaltung

Europa.Tag 2026

Am 1. August 2026 findet wieder der Europa.Tag in Grünheide (Oberuckersee) statt. Zum fünften Mal lädt der Verein Arbeit an Europa e. V. Bürger aus der Region ein, sich mit der aktuellen europäischen Kultur und Debatte auseinanderzusetzen.

Schon jetzt möchten wir Sie sehr herzlich zum nächsten Europa.Tag einladen, die in diesem Jahr am 1. August stattfindet. Der Fokus liegt dieses Jahr auf Ungarn. Thematisch soll es um die umstrittene Idee der „Illiberalen Demokratien“ gehen und um Freiheit als Schlüsselthema der deutsch-ungarischen Geschichte. Im Frühjahr werden wir das Programm hier veröffentlichen. WIr freuen uns, Sie im Sommer wieder oder auch zum ersten Mal in der Uckermark begrüßen zu dürfen.
Für die Teilnahme können Sie sich bald hier unter europa.tage@posteo.de anmelden.

Rückblick Europa.Tag 2025

Europa, Russland und die Verantwortung Deutschlands

Der Europa.Tag 2025 brachte am 2. August 2025 im Europa.Speicher in Grünheide (Oberuckersee) Experten, Politiker, Schriftsteller, Jounalisten und ein breites Publikum zusammen, um über die Vergangenheit und Zukunft der Beziehung Deutschlands und Europas zu Russland zu diskutieren. Hintergrund war der andauernde Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine.

Der Europa.Tag begann mit einem  Gespräch zwischen Iwan Kolpakow, Gründer und Chefredakteur der exilierten Internetzeitung Meduza, und Kerstin Holm, langjähriger Russland-Korrespondentin der FAZ. Deren Blick auf die drastisch eingeschränkte Medienfreiheit in Russland machte klar, unter welchen Bedingungen unabhängige Berichterstattung heute möglich ist. Anschließend diskutierten Franziska Davies, Historikerin von der LMU München, und Roland Freudenstein von der Free Russia Foundation über die politische Opposition in Russland und deren Wahrnehmung in Deutschland und Europa. Der Schriftsteller Sergej Lebedew sprach zur gleichen Zeit mit Kerstin Holm über Literatur, Zensur und Schreiben im Exil. Anschließend las er aus seinem neuen Roman „Die Beschützerin“ und die prägenden Erfahrungen von Gewalt in der russisch-ukrainischen Geschichte. Der Historiker Bastian Matteo Scianna von der Universität Potsdam erläuterte dann in einem Vortrag, wie die deutsche Russlandpolitik seit den 1990er Jahren scheiterte. In dem anschließenden Podiumsgespräch zwischen Bastian Matteo Scianna, dem CDU-Bundestagsabgeordneten David Gregosz, dem Grünen-Europaabgeordneten Sergey Lagodinsky und Marie Glißmann (SPD) wurde die gegenwärtige Russlandpolitik weiter diskutiert.

Höhepunkt des Abends war ein Vortrag der Mitgründerin von Memorial und Trägerin des Friedensnobelpreises Irina Scherbakowa, gefolgt von einem resümierenden Kommentar des Historikers und Friedenspreisträgers Karl Schlögel.


Rückblick Europa.Tag 2024

Bereits zum dritten Mal hat der Verein am 3. August 2024 zum Europa.Tag nach Grünheide (Oberuckersee) eingeladen. Die Themenschwerpunkte waren das Baltikum und die politisch-geografische Ordnungskategorie „Ost“. Ausgehend von der europapolitischen Frage nach der Bedeutung des Baltikums in der außenpolitischen Konfrontation mit Russland ging es uns auch darum, das in Deutschland gerade rege diskutierte Thema einer Ost-Identität im europäischen Rahmen sehen zu lernen. Wir ließen uns dabei von verschiedenen Fragen leiten: Was verbindet die deutsche Geschichte mit der Geschichte der baltischen Staaten? Welchen Platz hat Ostdeutschland in Europa? Wie steht es um die deutsche Einheit zwischen Ost und West? Welche besondere Rolle nehmen die baltischen Staaten in der europäischen Außenpolitik ein? Und wohin wird sich die Europäische Union vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs entwickeln?

Auch in diesem Jahr durften wir prominente Gäste begrüßen: Marika Linntam (Botschafterin Estland), Katja Hoyer (Historikerin), Asta Borusevičiūtė (Litauenkennerin), Karl-Theodor zu Guttenberg (Verteidigungsminister a. D.), Dirk Oschmann (Literaturwissenschaftler), Hendrik Sommer (Bürgermeister der Stadt Prenzlau), Karl Schlögel (Osteuropa-Historiker), Max Egremont (Historiker).  

In verschiedenen Workshop-Panels und Podiumsdiskussionen waren Vorträge und Gespräche zu hören, die wiederum Anlass zu fruchtbarem Austausch und kontroverser Diskussion gaben. Wir freuten uns über zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Region und der Hauptstadt, aus ganz Deutschland und Europa.

Wir danken dem Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg für die finanzielle Unterstützung und Ermöglichung des Europa.Tags 2024.

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